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Wohnung statt Zelt: Ferienimmobilien erleben Boom

Geld anlegen wo andere Urlaub machen – der Kauf von Ferienimmobilien erfreut sich steigender Beliebtheit. Wo die höchsten Preise erzielt werden und worauf sie beim Kauf achten sollten, lesen Sie hier.

Der Kauf von Ferienwohnungen wird für viele Deutsche ein immer wichtiger werdender Bestandteil zur Altersversorgung. So boomen Investitionen in Ferienimmobilien seit rund zehn Jahren – zwei Drittel aller Objekte wurden seit 2005 erworben. Dies besagt eine neue Marktanalyse von Engels & Völkers sowie FeWo-direkt unter 4000 Eigentümern.

Von diesen gab beinahe jeder zweite an (46 Prozent), dass die Immobilie in ihrem Wert gestiegen sei. Insbesondere Immobilien an Nord- und Ostseeküste seien stark an Wert gestiegen. „Die Nordsee-Inseln verzeichnen eine doppelt so hohe Wertsteigerung wie Mallorca, während auf dem Nordsee-Festland eine Rendite von bis zu acht Prozent erzielt werden kann“, so die Studie.

„Käufer von Ferienimmobilien zeigen eine ganz klare Präferenz für Lagen am Wasser. Rund die Hälfte entscheidet sich dafür, ein Ferienhaus oder eine -wohnung in Meeres-, See- oder Flussnähe zu erwerben. Jede vierte Ferienimmobilie befindet sich zudem in der Nähe eines Strandes“, erklärt Aye Helsig, Regional Director Central Europe FeWo-direkt.

Altersvorsorge gewinnt an Bedeutung

Die wesentlichen Gründe für Käufer, sich eine Ferienimmobilie zuzulegen, sind Aspekte der Altersvorsorge (47 Prozent) sowie eine gewünschte Eigennutzung und Vermietung des Objekts (62 Prozent). Jeder dritte Eigentümer möchte ganz gezielt mit seiner Immobilie einen Gewinn erwirtschaften, jeder Vierte sieht seinen Erwerb als reine Kapitalanlage. Insbesondere in den vergangenen fünf Jahren nehmen die Rentabilitäts- und Altersvorsorge-Aspekte zu.

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„Ferienimmobilien stellen angesichts der aktuell rückläufigen Zinsentwicklung eine attraktive Form der Kapitalanlage und der Altersvorsorge dar. Wertstabilität bieten insbesondere Objekte in bevorzugten Lagen, die über eine erstklassige Ausstattung verfügen”, erklärt Kai Enders, Mitglied des Vorstands der Engel & Völkers AG.

Besonders gefragt seien deshalb laut Umfrage auch hochpreisige Immobilien ab 250.000 Euro. In den vergangenen fünf Jahren wurde knapp ein Viertel der Objekte (24 Prozent) in diesem Preissegment erworben.

Allerdings ist auch bei dem Erwerb von Ferienimmobilien zur Vorsicht geraten. Wie auch sonst am Markt ist vor allem die Lage das entscheidende Kriterium. “Wer die Anschaffung einer Ferienimmobilie überlegt, sollte den Ort als Urlauber kennen und am besten schon einige Mal dort gewesen sein, um zu wissen, wonach Mieter dort suchen”, sagt Thomas Abel, Geschäftsführer der Berliner Vermögensverwaltung Honoris Treuhand GmbH.

Hier werden die höchsten Preise erzielt

Platz 5: Juist
Auf der ostfriesischen Insel stiegen die Preise für Eigentumswohnungen. Betrug die Preisspanne im Vorjahr noch zwischen 7000 bis 10000 Euro pro Quadratmeter, sind es in diesem Jahr 7000 bis 12000 Euro. Für absolute Premium-Wohnungen sind sogar Preise bis 13500 Euro pro Quadratmeter möglich.
Platz 4: Rügen
Zahlreiche Buchten, Sandstrände und die berühmten Kreidefelsen: Bei Immobilienkäufern ist Rügen beliebt. Zwischen 4000 und 9000 Euro müssen hier pro Quadratmeter gezahlt werden, im Vorjahr lag die Preisspanne zwischen 3.600 und 8.000 Euro. Für Liebhaberobjekte sind Preise bis 14.000 Euro möglich.
Platz 3: Tegernsee
Der See in den bayrischen Alpen ist der einzige Ort in den Top 5 fernab der deutschen Küste. Die Preise für Eigentumswohnungen blieben hier konstant – für den Quadratmeter werden zwischen 8.000 und 10.000 Euro aufgerufen. Für absolute Ausnahmeobjekte sind auch Preise bis 15.000 Euro möglich.
Platz 2: Norderney
Bis zu 14.000 Euro sind pro Quadratmeter für eine Eigentumswohnung auf Norderney fällig, im Vorjahr waren es noch bis 13.000 Euro. Es sind Liebhaberpreise für ausgewählte Immobilien bis 16.000 Euro/ Quadratmeter möglich.
Platz 1: Sylt
Wo Deutschlands Prominente Urlaub machen, sind auch die Preise am höchsten.Zwischen 11.000 und 14.000 Euro werden hier pro Quadratmeter aufgerufen – für Liebhaberobjekte sogar 17.000 Euro.